Bedeutende etruskische Goldschale mit Herakles und der kerynitischen Hirschkuh

Kulturraum: Etruskisch
Periode: Um 600 v. Chr.
Material: Gold
Dimensionen: Durchmesser Henkel: 14,5 cm; Gewicht: 37,23 Gramm
Preis: 48.000 Euro
Ref: 4089
Provenienz: Schweizer Privatsammlung, erworben in den 1960er bis 1970er Jahren. Von den Erben in einem französischen Auktionshaus versteigert.
Erhaltung: Abgesehen von einigen Dellen intakt und von hervorragender Qualität.
Beschreibung: Bedeutende und äußerst seltene Schale aus Goldblech, die aus fünf Teilen gefertigt ist. Auf einem kegelförmigen Fuß mit filigran geripptem Rand sitzt die breite, kreisrunde Schale auf, die am Rand dieselbe feine Rippverzierung aufweist. Außen sind zwei kreisförmige Henkel aufgelötet, deren Enden jeweils in Voluten auslaufen. In der Mitte der Schale ein kunstvoll getriebenes Goldblech, das den nackten Herakles zeigt, wie er die kerynitische Hirschkuh am Hals packt. Das heilige Tier, das von Herakles lebend gefangen werden musste, blickt den Helden dabei mit aufgerissenem Maul und aufgestellten Ohren erschreckt an. Die Hinterläufe parallel am Boden, der linke Vorderlauf hohgestreckt und abgewinkelt, der rechte Huf umgebogen. Eine dynamische Szene im archaischen Stil, die die dritte Aufgabe des Herakles für Eurystheus von Oinoe zeigt.