Marmor-Porträt des griechischen Dichters Aischylos

Kulturraum: Römisch
Periode: 1.-2. Jahrhundert n. Chr.
Material: Marmor
Dimensionen: Höhe 31,8 cm
Preis: 80.000 Euro
Ref: 3769
Provenienz: Aus alter portugiesischer Sammlung, danach Sammlung W. L., Sint Niklaas, Belgien, erworben um 2005. Dort erworben von Royal-Athena Gallery in New York. Publiziert im Katalog Nr. XXII der Galerie, New York 2011, S. 8, Abb. 12. 2010 erworben von Christian Levett für sein Musée d’Art Classique de Mougins und dort bis August 2023 ausgestellt. Der Kopf ist zusätzlich publiziert in: John Pollini „Roman Marble Sculpture“ in: M. Merrony (Hrsg.) „Mougins Museum of Classical Art, Frankreich 2011, S, 86, Abb. 25. Weiters in: M. Merrony (Hrsg.) „Musée d’Art Classique de Mougins. Collection famille Levett, 2012, S. 56 und 85. C. Wrathall „Collectors & Collections“, in: Christie’s Magazine, UK and China, Jänner/Februar 2016, S. 52. M. Squire „A Passionate Collector“, in: Minerva: the International Review of Ancient Art & Archeology, London März/April 2018, S. 16. Sowie online R. Leung „From 4th-Century Greek Vases zo Female Abstract Expressionism“, Larry’s List, 2022. www.larryslist.com/artmarket/the-talks/from-4th-century-greek-vases-to-female-abstract-expressionism/ Mit französischem Antikenpass.
Erhaltung: Antike Bestoßungen an der rechten Kopfseite und der rechten Bartspitze. Professionelle Restaurierung an Nase und an den Augenbrauen.
Beschreibung: Vielfach publiziertes und international ausgestelltes lebensgroßes Marmor-Porträt, das dem griechischen Dichter Aischylos zugewiesen wird. Der Vater der griechischen Tragödie ist hier im sogenannten Typus Farnese dargestellt, als bärtiger älterer Herr, der auf ein langes ereignisreiches Leben zurückblickt. Aischylos diente als junger Mann im Kampf gegen die Perser in den Schlachten von Marathon und Salamis, ehe er als Dichter Ruhm erlangte. Das Gesicht mit hohen Backenknochen und tiefsitzenden Augen, die entschlossen aus dicken Lidern hervorblicken. Der Schnauzbart fällt gewölbt über die Oberlippe, der Mund ist leicht geöffnet. Der Bart ist lang und hängt in gewellten Zotteln herab. Das Haar des Dichters ist oben bereits etwas schütter. Bewusst zersaust ist es nach vorne gekämmt, den Nimbus des Denkers unterstreichend. An den Schläfen stehen die kurzen Locken ab. Der Kopf ist auf einem rötlichen Marmorsockel aus dem 19. Jahrhundert montiert. Ein altes graviertes Messing-Schild am Sockel benennt ihn fälschlich als „Homerus“. Vergleiche zum Typus des „Aischylos Farnese“ das Bildnis in der Antikensammlung Berlin mit der Inventarnummer Sk313. Unser Kopf war ausgestellt im Musée d’Art Classique de Mougins (MACM) in Frankreich von Juni 2011 bis August 2023.