Reich dekorierte Mumienmaske einer Frau
Kulturraum: Ägyptisch
Periode: Römische Periode, 1. Jahrhundert n. Chr.
Material: Leinen-Kartonage
Dimensionen: Höhe 31,1 cm
Preis: 40.000 Euro
Ref: 1591
Provenienz: Aus der New Yorker Privatsammlung Harry Wallace, erworben in den 1960er bis 1970er Jahren. Danach bei Christie’s New York am 4. Juni 2008, Los 59. Dort erworben von der Sammlung Erika Krautkrämer (1932-2022). Bis zuletzt in Familienbesitz.
Erhaltung: Fehlstellen am unteren Rand wie am Fotos ersichtlich, sonst wunderbar mit kräftigen Farben erhalten.
Beschreibung: Prachtvolle Mumienmaske aus Leinen-Kartonnage, die reich polychrom bemalt ist. Das Gesicht mit seiner weißen Hautfarbe weist die Maske einer Frau hoher Stellung zu. Die schwarz gerahmten Augen mit großen Pupillen und langen Lidstrichen. Die Brauen darüber sind blau. Die Ecken der Augen, die Lippen, die Nasenlöcher und das Kinn in Rot. Die Frau trägt eine dreiteilige Perücke, die ihre Ohren freilässt. Die Stirn ziert eine geflügelte Sonnenscheibe, die von zwei nach außen blickenden Uräusschlangen flankiert wird. Die vorne über die Schulter fallenden Lappen sind in Register unterteilt. Den oberen Abschluss bildet auf beiden Seiten die Büste eines Sokar-Falken mit Sonnenscheibe im Profil nach innen. Darunter verläuft ein Fries von Uräusschlangen mit Sonnenscheibe. Der linke Lappen zeigt unten noch ein Register einander zugewandter Falken mit ausgestreckten Flügeln und Sonnenscheibe unter Pseudo-Hieroglyphen. Zwischen den Vögeln Schen-Ringe als Zeichen der Ewigkeit. Die Ränder der Perücke sind mit Pseudo-Hieroglyphen, Schachbrettmustern und Perlendekor verziert. An der Seite jeweils zwei große Register. Das obere zeigt wieder die Falkendarstellung mit Schen-Ringen, das untere den schakalköpfigen Totengott Anubis bei der Salbung der Mumie, die auf einer löwenförmigen Totenbahre ruht. Auf der Kalotte in der Mitte der Ba-Vogel mit Menschenkopf, der sich in einen seelischen Zustand verwandeln und vom Körper lösen kann. Darüber ist eine männliche Gottheit mit Sonnenscheibe, wohl Re, außen je zwei Schreine mit Sonnenscheibe und Uräus. Unten flankieren die vier Söhne des Horus als Beschützer der Eingeweide einen Apis-Stier. Die Rückseite zeigt schließlich noch einen prachtvollen Falken mit Sonnenscheibe und Uräus, der seine reich verzierten Flügel zur Seite ausbreitet. Gesockelt.









