Dupondius mit den Köpfen des Octavian und des vergöttlichten Caesars
Kulturraum: Römisch
Periode: 36 v. Chr.
Material: Bronze
Dimensionen: Durchmesser 32 mm; Gewicht 20,3 Gramm
Preis: 2.400 Euro
Ref: 9031
Provenienz: Aus deutscher Sammlung, erworben am 26. April 1973 bei Nomos AG in Zürich.
Erhaltung: Sehr schön mit dunkelgrüner Patina. Oben ein kleiner Schrötlingsriss.
Beschreibung: Schwere Bronze-Münze mit sehr schönen Porträts von Julius Caesar nach links und seinem Adoptivsohn Octavian nach rechts. Der junge Erbe Caesars wollte sich mit dieser Münze legitimieren. Die komplexe Inschrift, von der sich hier nur IMP erhalten hat, lautete IMP • CAESAR • DIVI • F • DIVI • IVLI für Imperator Caesar Divi Filius Divi Iuli (Imperator Caesar, Sohn des Göttlichen, [Sohn] des Göttlichen Julius). Die Münze zementiert Octavians Herrschaftsanspruch, indem sie ihn als direkten Nachfolger und Sohn des Staatsgottes (Divus Iulius) präsentiert. Auf der Rückseite ist die Prora, also der Bug einer Galeere mit Auge und mehrstufigem Aufbau dargestellt. Sie verweist auf Octavians errungene Seesiege etwa gegen Sextus Pompeius und seine militärische Macht, die es ihm ermöglichte, Rom zu befrieden. Die Inschrift am Revers lautet CIV für Colonia Iulia Viennensium und bestätigt den Status von Vienne als römische Kolonie, die nach Julius Caesar benannt wurde.



