Bronze-Statuette der Göttin Ceres
Kulturraum: Römisch
Periode: 1.-2. Jahrhundert n. Chr.
Material: Bronze
Dimensionen: Höhe 20,2 cm
Preis: 20.000 Euro
Ref: 3757
Provenienz: Aus der Privatsammlung des französischen Numismatikers Roger Fournials (1933-2015), erworben am 6. Mai 1982 bei Numifrance S.A.R.L. in Thonon-les-Bains. Seitdem in Familienbesitz. Mit französischem Antikenpass und Sammlungsnotiz mit Kaufdatum.
Erhaltung: Ein kleiner Ausbruch am Podestrand restauriert, sonst wunderbar erhalten.
Beschreibung: Überaus anmutige und seltene Vollbronze-Statuette der römischen Göttin Ceres, die auf der italischen Halbinsel seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. der griechischen Demeter gleichgesetzt wurde. Sie steht im Kontrapost auf ihrem Original-Sockel. In ihrer rechten Hand hält sie eine Fackel, die bis zum Boden reicht. Sie half auf der Suche nach ihrer in die Unterwelt verschleppten Tochter Proserpina (griechisch: Persephone), steht aber auch für das Leuchten des korrekten Lebensweges und ist Symbol für den eleusinischen Mysterienkult. Ihr linker Arm hängt seitlich herab, in der Hand hält sie ein Bündel Ähren, das für Ackerbau und Nahrung steht. Ceres trägt ein langes bis zum Boden reichendes Kleid, das ihr über die linke Schulter herabfällt und die linke Brust entblößt. Das unterstreicht ihre nährende Rolle als mütterliche Göttin. Das Gesicht weist besonders feine weibliche Züge auf. Das wellige Haar ist in der Mitte gescheitelt und im Nacken zu einem Knoten gebunden. Zwei geflochtene Strähnen fallen ihr vorne über die Schulter. Über der Stirn trägt Ceres ein Diadem, das einen korbförmigen Modius hält. Dieses Gefäß zum Messen von Getreide symbolisiert ebenfalls den Überfluss der Ernte und die Nahrungsversorgung der Menschen. Vergleiche zum Typus die Bronze-Statuette im Miho Museum in Koka, Japan, mit der Katalognummer Bac#037.








