Etruskische Alabaster-Urne mit der Wiedererkennung des Paris aus dem Trojanischen Zyklus

Kulturraum: Etruskisch
Periode: 2. Jahrhundert v. Chr.
Material: Alabaster
Dimensionen: 36 cm x 50,2 cm x 19 cm
Preis: 14.000 Euro
Ref: 4146
Provenienz: Christie’s New York Auktion im Juli 1984, Los 236. Danach in der Sammlung Hanita und Aaron Dechter vor 1989. Ausgestellt in der California State University San Bernadino und California State University Northridge vom 5. Mai bis 2. Juni 1989 und vom 26. Februar bis 30. März 1990.
Erhaltung: Der obere Rand der Urne und der Deckel fehlen. Bestoßungen und Verwitterungen wie am Foto erkennbar, Kopf des Paris und der Person rechts außen fehlen. Dennoch ein großes, sehr dekoratives Objekt mit hervorragender Provenienz.
Beschreibung: Mehrfach publizierte Ascheurne aus Alabaster mit einem Hochrelief auf einer Längsseite. Die Darstellung zeigt die Wiedererkennung des Paris als Sohn des Priamos aus dem Trojanischen Zyklus. Paris ist in der Mitte dargestellt, er stützt sein linkes Knie zum Schutz auf dem Altar des Zeus ab. In seiner rechten Hand hält er ein Schwert, in der linken die Siegespalme. Von links packt ihn sein Bruder Deiphobos an Arm und Schulter. Paris, vermeintlich ein Hirte, hatte zuvor die Opferspiele um einen Stier, der sein Lieblingstier war, gewonnen und die königliche Familie damit vor den Kopf gestoßen. Als diese ihn zur Rechenschaft ziehen will, flieht er zum Altar. Rechts steht seine Schwester Kassandra, eine Wahrsagerin, die den als Kind verlorenen Bruder, der von Hirten aufgezogen wurde, wiedererkennt. Rechts außen blickt wohl der bärtige König Priamos aufgeregt zum Geschehen und hält eine weitere bewaffnete Person zurück. Links außen ein weiterer Krieger mit Helm, Bogen und Schwert. Die Seitenwände glatt. Die Urne mit ihrer dynamischen Darstellung ist publiziert in: K. Hamma (Hg.) „The Dechter Collection of Greek Vases“, San Bernadino 1989, Seite 83, Nummer 4. Gesockelt.