Marmorstatue des Silenus mit dem kindlichen Bacchus

Kulturraum: Römisch
Periode: 1.-2. Jahrhundert n. Chr.
Material: Marmor
Dimensionen: Höhe 49,5 cm
Preis: 60.000 Euro
Ref: 3441
Provenienz: Galerie La Reine Margot, Paris seit den 1970er Jahren. 1984 bei Royal-Athena Galleries in New York. Dort erworben von Marilynn und James A., Chicago, im Jahr 1985. Bis zuletzt in Familienbesitz.
Erhaltung: Der linke Ellenbogen mit Restaurierung, sonst wunderbar erhalten.
Beschreibung: Prachtvolle und emotionale Marmorstatue eines bärtigen Silenus, der liebevoll den noch in Tücher gewickelten kleinen Bacchus im Arm hält. Die Figur des beleibten Silenus entwächst dabei aus großen Akanthusblättern. Silenus hat einen Umhang um den Wamst gewickelt, sein Haupt ist bis auf einen Haarkranz kahl, sein langer, welliger Bart reicht im fast bis zur Brust. Er hat die Arme abgewinkelt und blickt zärtlich auf den neugeborenen Bacchus. Das Kleinkind hält die rechte Hand zum Kopf und blickt lächelnd auf seinen Beschützer. Der göttliche Dionysos, bei den Römern Bacchus genannt, wurde weit vom Berg Olymp von Nymphen und Silenoi aufgezogen. Grund dafür war der Zorn der Göttin Hera, da ihr Gatte Zeus mit Dionysos‘ Mutter Semele eine Affäre hatte und das Kind zeugte. Die Darstellung des väterlichen Silenus basiert auf einer griechischen Bronze-Statue des Lysipp, die etwa 300 bis 280 vor Christus gefertigt wurde. Die bekannteste römische Darstellung aus Marmor befindet sich heute im Louvre mit der Katalognummer Ma 922. Die Darstellung mit dem massiven Blütenkelch als Fuß deutet darauf hin, dass diese Statue als Tischfuß (Trapezophoros) diente. Publiziert in: Royal-Athena Galleries „Art of the Ancient World Vol. VI”, New York 1985, Nummer 213. Gesockelt.