Bronze-Aufsatz in Form einer Sonnenbarke

Kulturraum: Ägyptisch
Periode: Spätzeit, 28. bis 30. Dynastie, 400-343 v. Chr.
Material: Bronze
Dimensionen: 30 cm x 24 cm
Preis: 80.000 Euro
Ref: 1360
Provenienz: Privatsammlung des französischen Architekten Michel Holley, erworben am 20. Oktober 1972. Mit französischem Antikenpass und einem Foto aus dem Jahr 1972, das die Barke zeigt.
Erhaltung: Die Seitenwände des Naos ohne Fehlstelle aus wenigen Teilen zusammengesetzt. Horusfalke wieder angesetzt, sonst wunderbar erhalten.
Beschreibung: Eine der wenigen erhalten gebliebenen Bronze-Aufsätze einer Sonnenbarke, die in der Spätzeit für Prozessionen und Zeremonien verwendet wurden. Die Barke mit halbrundem Schiffsrumpf, von dessen Mitte unten ein zylinderförmiger Fortsatz ausgeht, auf dem der Aufsatz aufgesteckt wurde. Bug und Heck in Form stilisierter Lotusblüten, knapp unter dem Heck zwei Ösen. In der Mitte der Barke ein Naos, dessen Seitenwände durchbrochen gearbeitet sind. Davor steht der falkenköpfige Gott Horus mit Doppelkrone (Pschent) flankiert von den Göttinnen Isis und Nephthys. Der Naos bekrönt durch einen Horusfalken mit Pschent. Abgesehen von dieser Bronze-Sonnenbarke sind nur zwei weitere komplette bekannt. Die bekanntere ist die des Pharaos Djedhor im Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon (Inventarnummer 168). Im ägyptischen Museum wird eine weitere komplette Bronze-Barke aufbewahrt, ein Fragment ist im Museum Vleehuis in Antwerpen (Accession Number 79.1). Gesockelt.